Freitag, 22. Januar 2010

Es gibt Engel!!!

Warten.

Wer sagt mir, was die nächste Stunde bringen mag?
Ich werde keine Antwort finden,
nur mein Sehnen und mein banges Hoffen.
Aber könnte es nicht genauso gut sein,
dass sich der Himmel öffnet
und gerade in diesem Augenblick
ein Engel auf uns blickt?
Dass er einen Sonnenstrahl zu uns schickt,
ein See aus Zuversicht
und ein befreiendes Lachen aus Gold?
Warten.
Das Schicksal entscheidet,
es ist das Herz der Engel.
Glaube mir, es wird für dich schlagen,
so sehr du auch verzagst.
So mutlos du auch bist, verzweifelt und klein.
Das Engelherz hält den Augenblick
in der Hand, und gut wird er werden.
Menschen wie dir,
sind die Engel anvertraut.
Deshalb verzage nicht.

von Bea DANKE!
*Auch*
auch wenn Augenblicke zu Ewigkeiten werden,
wenn mein Verzagen sich an
meiner Seele bricht.
Wenn ich nicht stark sein kann für die,
die meine Arme brauchen.
Auch wenn das Grau des Tages
sich mit der Morgendämmerung verband.
Ich bin ein Mensch,
der geliebt wird,
ein Mensch,
den Menschen zum atmen brauchen.
Genau meine Hand ist es,
die festhält
was so kostbar und schön.
Geist, Seele, Körper bin ich,
Gedankengut von hohem Wert.
Nichts kann mich brechen,
denn ich bin stark,
sie macht stark,
die Liebe zu dir.

von Bea DANKE

Montag, 11. Januar 2010

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, Nach wie vor erstaunt mich die Beständigkeit der Trauer und ihre Macht über die Menschen. Vielleicht heilt die Zeit oberflächliche Wunden - doch der tiefen Wunden wird sie nicht Herr. Im Laufe der Jahre schmerzen die Narben ebenso wie die Verletzungen. "Kopf hoch! Beiß die Zähne zusammen! Das geht schon wieder vorbei!...Alle diese Ratschläge nützen nicht viel. Wichtig ist, einen Kokon um sein Herz zu spinnen, den Einfluß der Vergangenheit zurückzudrängen. Bauen Sie nicht auf die Anteilnahme anderer. Man kann sehr gut ohne sie auskommen. Was bleibt ist die Einsamkeit..."

Marlene Dietrich Memoiren

Mittwoch, 30. Dezember 2009

20,12.09 zum Tod von Hanna

Der Tod ist groß
Wir sind die Seinen,
Lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen
Wagt er zu weinen
Mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke)

Dienstag, 15. September 2009

Bleib erschütterbar und widersteh.....

Bleib erschütterbar und widersteh

Also heut: zum Ersten, Zweiten, Letzten:
Allen Durchgedrehten, Umgehetzten,
was ich, kaum erhoben, wanken seh,
gestern an und morgen abgeschaltet:
Eh dein Kopf zum Totenkopf erkaltet:
Bleib erschütterbar - doch widersteh!

Die uns Erde, Wasser, Luft versauen
- Fortschritt marsch! mit Gas und Gottvertrauen
Ehe sie dich einvernehmen, eh
du im Strudel bist und schon im Solde,
wartend, daß die Kotze sich vergolde:
Bleib erschütterbar - und widersteh.

Schön, wie sich die Sterblichen berühren -
Knüppel zielen schon auf Hirn und Nieren,
daß der Liebe gleich der Mut vergeh . . .
Wer geduckt steht, will auch andre biegen.
(Sorgen brauchst du dir nicht selber zuzufügen;
alles, was gefürchtet wird, wird wahr!)
Bleib erschütterbar.
Bleib erschütterbar - doch widersteh.

Widersteht! im Siegen Ungeübte,
zwischen Scylla hier und dort Charybde
schwankt der Wechselkurs der Odyssee . . .
Finsternis kommt reichlich nachgeflossen;
aber du mit — such sie dir! — Genossen!
teilst das Dunkel, und es teilt sich die Gefahr,
leicht und jäh —
Bleib erschütterbar!
Bleib erschütterbar - und widersteh.”


Peter Rühmkopf

Samstag, 31. Januar 2009

2009


Wir
wollen
glauben
an
ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu,
unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe,
Anspruch und Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir's nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem
was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und
Großes von ihm verlangen.

(Rainer Maria Rilke)

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Neujahrssegen

Jüdischer Neujahrssegen!


Gott erhalte euch die Erinnerungen an die Hoch-Zeiten,
wenn ihr an Tiefpunkten seid.

Gott führe euch auf immer neuen Wegen zueinander,
wenn Gewalten des Lebens euch auseinander drängen.

Gott entzünde neue Liebe in euch wie im Frühling,
wenn sich die Gleichgültigkeit des Herbstes ausbreitet.

Gott gebe euch Phantasie,
füreinander überraschend zu bleiben
Gott zeige euch, dass niemals alle Türen verschlossen sind.

Gott gebe euch die Friedenskraft,
die nicht immer recht behalten muss
Gott schenke euch das Lachen,
dass ihr in müden Zeiten Schwung bewahrt.

Gott erhalte euch in aller Nähe der Liebe
den Abstand und die Achtung voreinander,
damit ihr euch immer ein lebendiges Geheimnis bleibt.

Gott gebe zumindest einem Teil von euch Geduld,
wenn der andere, die andere, unbesonnen handelt.

Gott erhelle euch mit der Weisheit,
das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Gott schenke euch die Klugheit,
den rechten Zeitpunkt für ein rechtes Wort zu erkennen.

Gott schenke euch die Kraft
und die Barmherzigkeit,
einander zu verzeihen,
wenn ihr schuldig geworden seid.

Gott hüte euch vor dem Glauben,
dass wir Menschen alles haben
und alles machen können.

Gott gebe euch die Gelassenheit
und Besonnenheit
Schwieriges zu ertragen
Er schenke euch aber vor allem stets
offene Sinne für die Zeichen des Glücks,
dass ihr die Zärtlichkeit bewahrt bis ans Ende.

Und so segne der Höchste, der Ewige
euren gemeinsames Weg, damit eins
das andere am Ende mit in den Himmel bringe.